Blick vom Kaiserstuhl in die Rheinebene

Breisgau, der sonnige Süden – mit Colmar

Der Breisgau gehört zu den Gegenden in Deutschland, in denen es am wärmsten und am sonnigsten ist. Das Allerheiligen-Wochenende war die perfekte Gelegenheit, zu überprüfen, ob das wirklich stimmt. Und, was soll ich sagen? Für Ende Oktober war es fast schon sommerlich. Aber von Anfang an.

Wir trafen uns in Mannheim, weil ich dort einen Termin hatte. Weiter ging es nach Ladenburg. Der Wohnmobilstellplatz war voll bis zum Anschlag. Weil es gleich nebenan einen Ausweichplatz gab, war das nicht tragisch. Dort standen wir mit nur zwei weiteren Wohnmobilen. Der Platz ist absolut empfehlenswert, weil er ruhig im Grünen liegt. Es gibt in der näheren Umgebung drei verschiedene Restaurants, falls man nicht selber kochen möchte. Er eignet sich auch sehr gut für die Durchreise von Nord nach Süd oder umgekehrt, weil er nicht weit von der Autobahn entfernt ist.

Ladenburg: gut für eine Zwischenübernachtung auf der Durchreise

Wer aber auf dem Platz keine Brötchen vorbestellt hat, wird an Allerheiligen dort nichts finden. Alle Bäckereien haben zu… Sonntags sieht das aber anders aus. Ins Städtchen kann man bequem laufen, wenn man will. Ein gemütliches Fachwerk-Idyll, in dem es sich entspannen lässt. Wer auf der Durchreise ist, kann von hier aus schnell durchstarten. Wir waren schnell im Breisgau.

Eigentlich wollten wir die Vorzüge des Wohnmobilgartens am Kirschenhof Schmidt in Königschaffhausen im Breisgau nutzen. Dieser sonnige Tag schrie danach, einfach nur auf dem Stuhl in der Sonne zu sitzen und vielleicht das eine oder andere Stück Kuchen zu verputzen. Und das geht nun mal auf einem offiziellen Stellplatz besser als auf einem Freistehplatz.

Nicht empfehlenswert: Kirschenhof Schmidt

Leider wurden wir dort nicht sehr freundlich empfangen. Im Café sagte uns die lustlose Bedienung, wir sollten doch ab 16.30 Uhr wiederkommen, wenn wir uns anmelden wollten. Jetzt sei zu viel zu tun. Es waren drei weitere Gäste dort… Aus diesem Grund empfehlen wir diesen Platz ausdrücklich nicht, obwohl er schön gelegen ist. Wer keinen Wert auf Freundlichkeit legt, ist hier vielleicht gut aufgehoben.

Da eigentlich ohnehin der Kaiserstuhl das Ziel unserer Wahl war, fuhren wir weiter. Ein sonniger Spaziergang mit Panoramablicken auf den Kaiserstuhl machte die schlechte Erfahrung in Königschaffhausen wett. An einem solchen Tag waren oberhalb von Burkheim natürlich sehr viele Wanderer unterwegs. Wunderschön der Aussichtspunkt an der Mondhalde.

Aussicht auf den Kaiserstuhl

Weil wir auf Genuss aus waren, kehrten wir zum Abend zurück in die Zivilisation. In Burkheim gibt es einen Parkplatz ohne alles, an dem man sehr ruhig mit dem Wohnmobil übernachten kann. Mit etwas Glück bekommt man auch einen Platz mit Aussicht. Wir hatten leider nicht so viel Glück. Aber das war egal.

Von diesem Platz aus konnten wir am Abend leckeren Flammkuchen im siebten Himmel essen. Ja, das Lokal heißt tatsächlich so. Ein Wein aus der Region passte sehr gut dazu. Dass darauf eine erholsame Nacht folgte, brauche ich euch nicht zu erzählen. Schließlich wartete ein weiterer ereignisreicher Tag auf uns. Es sollte nach Colmar gehen.

Auf nach Colmar

DizZy war noch nie in Frankreich. Aber seine französische Feinstaubplakette wartete schon auf ihren Einsatz. Die braucht man in Colmar zwar eigentlich nicht, aber: sicher ist sicher. Wir sind gespannt, wie viele Plaketten am Ende unsere Windschutzscheibe zieren werden. Jetzt sind es erstmal zwei…

In Colmar angekommen, hatten wir uns eigentlich einen Stellplatz bei einem Winzer vorgestellt. Aber unsere Auswahl war wohl schlecht. Nachdem wir ihn mühsam gefunden hatten, gefiel es uns nicht so gut. Es war uns einfach zu städtisch. Also parkten wir auf einem ganz normalen Parkplatz am Rande der Altstadt. Das ist in Colmar nicht weiter problematisch, weil es eine ganze Reihe von Parkplätzen gibt, die sich auch mit größeren Fahrzeugen ganz gut anfahren lassen. Es war zwar dann zum Rausfahren etwas eng. Das lag aber daran, dass jemand einfach sehr schlecht geparkt hatte. Zum Glück fuhr genau dieses Auto gleichzeitig mit uns weg, sodass wir keine Probleme hatten.

Vorher allerdings… ein wirklich schönes Städtchen, in dem es an diesem Brückentag zwischen Allerheiligen und dem Wochenende sehr voll war. Allerheiligen gibt es nämlich auch in Frankreich, sodass hier nicht nur Deutsche, sondern auch viele Franzosen unterwegs waren. Wer meint, im Elsass sprechen alle Deutsch, wird hier eines besseren belehrt. Ein paar Grundkenntnisse in Französisch schaden nicht, wenn man etwas zu Essen haben möchte.

Hier ist die Lauch aus Wasser

Colmar ist ein altes Städtchen, das genau so auch in Deutschland sein könnte. Viele alte Fachwerkhäuser, Kopfsteinpflaster und alles, was dazugehört. Eine Besonderheit ist das Flüsschen Lauch, das quer durch die Stadt fließt und hier eine Mini-Venedig entstehen ließ, das vielfach für Fotos herhalten muss. Zu Recht.

Klein Venedig in Colmar (petite Venise)In der Altstadt ColmarKlein Venedig in Colmar (petite Venise)

Sehr schön auch die Markthalle, in der man nicht nur frische französische und elsässische Spezialitäten einkaufen, sondern auch gleich vor Ort verspeisen kann. Auch wenn dieser Tag nicht mehr so sonnig war wie der zuvor, genossen wir den Bummel durch das schöne Colmar.

Einen Platz mit Aussicht fanden wir in der Umgebung leider nicht. Vielleicht haben wir falsch gesucht. Am Ende aber kamen wir zurück nach Deutschland. Im äußersten Süden fanden wir einen schönen Platz mit Aussicht für die Nacht. Beim Weingut Zimmermann in Schliengen lässt es sich herrlich mit dem Wohnmobil übernachten. Wer allerdings Strom, Wasser oder Entsorgung braucht, wir hier nicht fündig. In der Weinschenke gibt es Breisgauer Spezialitäten und natürlich guten Wein. Aus dem Wohnmobil schaut man über die Rheinebene bis ins Elsass. Ein herrlicher Abschluss für unsere kleine Tour!

Schliengen, Aussicht aus dem Wohnmobil beim Weingut Zimmermann

2 Gedanken zu „Breisgau, der sonnige Süden – mit Colmar

  1. Na ja, Aussicht hat der Stellplatz in colmar vielleicht nicht, aber er ist nur 10 fussminuten von der Altstadt entfernt, Port du Plaisance am yachthafen und in der ersten Reihe auch ganz ansehnlich. Es lohnt sich auf jeden Fall, denn der Ort ist wunderschön und man kann viel entdecken.

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