Espressotasse

Espresso im Kastenwagen: Wechselrichter muss sein

Wir lieben Espresso. Und wir lieben ihn mit richtiger Crema. Unseren Vollautomaten von zu Hause wollen wir im Kastenwagen natürlich nicht dabei haben. Aber eine kleine Nespresso-Maschine hat es uns angetan. Die funktioniert leider nicht mit dem 12 Volt Bordstrom. Schnell war klar: um auch außerhalb von Stell- und Campingplätzen Espresso kochen zu können, muss ein starker Wechselrichter her. Und weil bei nicht fachgerecht angeschlossener Elektrik schnell das ganze Fahrzeug in Flammen aufgehen kann, entschlossen wir uns, den Einbau vom Fachmann erledigen zu lassen.

Espressomaschine braucht Wechselrichter

Und schon begann die Anfrage-Odyssee. Ich möchte hier niemanden schlecht machen. Aber es erwies sich ziemlich schnell, dass nicht jeder, der an Wohnmobilen und Wohnwagen schraubt, auch weiß, was hierfür der richtige Wechselrichter ist. Denn auch wenn sie nicht so aussieht: die kleine Nespresso-Maschine ist wählerisch. Sie möchte schönen Strom wie zuhause aus der Steckdose. Und davon braucht sie vor allem am Anfang ganz schön viel.

Sie verlangt nach einem Wechselrichter mit reiner Sinus-Welle. Unser Exemplar benötigt 1310 Watt. Am Anfang braucht sie erheblich mehr. Um ganz sicher zu sein, haben wir uns für einen reinen Sinus-Wechselrichter mit 2000 Watt von Ective entschieden. “Der ist sogar in Wagenfarbe!”, rief Micha begeistert. Der hat vor allem den Vorteil, dass er genau hinter den Fahrersitz passt. Das macht die Kabel kurz und ermöglicht einen guten Zugang zum Gerät.

Der ist nämlich wichtig, weil man den Wechselrichter unbedingt ausschalten muss, wenn man ihn nicht braucht. Er würde sonst ständig Strom ziehen und unsere Bord-Batterien leer saugen. Wir wollten, dass den Einbau ein Fachmann erledigt. Weil wir keine Elektriker sind, sollte das auf jeden Fall fachgerecht gemacht werden.

Wechselrichter: guter Zugang ist wichtig

Das Problem war nur: die wenigsten Werkstätten wollten uns genau dieses Gerät verbauen. Sie setzten auf teure und vor allem größere Wechselrichter, die dann in die Sitzbank hätten eingebaut werden müssen. Das wollten wir vermeiden. Kein Problem mit diesem Gerät hatte ein Bosch Car Service in Steinfurth bei Bad Nauheim. Dort hat man den Einbau fachgerecht und zuverlässig erledigt. Dafür sind wir gern gut eine Stunde hin und zurück gefahren.

Dass der Wechselrichter jetzt prima funktioniert, beweist dieses Video:

Übrigens: bevor hier der große Shitstorm losgeht: wir finden auch, dass der Müll durch Espressokapseln nicht schön ist. Für uns ist das nur eine unterwegs-Lösung. Das ist ein Luxus, den wir uns gönnen. Schließlich sind wir im Urlaub!

Wie trinkt ihr euren Kaffee unterwegs am liebsten? Gefiltert? Oder aus der Stempelkanne? Wir freuen uns auf eure Kommentare!

6 Gedanken zu „Espresso im Kastenwagen: Wechselrichter muss sein

  1. Welche Erfahrungen habt Ihr mit Eurer Bordbatterie denn damit gemacht? Wie lange habt Ihr den Wechselrichter / wie oft in Betrieb? Viele sagen, dass die üblichen Batterien schnell kaputtgehen und raten zu Lithiumbatterien? Über ein Update würde ich mich freuen!

    1. Dazu können wir aktuell noch nichts sagen. Im Pösslforum berichten viele, dass sie ähnliche Konstellationen haben. Unser Wechselrichter läuft nur für Espresso, bisher. Das heißt, maximal fünf Minuten. Beim Anlauf braucht er aber viel Strom. Wir gehen aktuell nicht davon aus, dass das zu Problemen führen wird, da auch die Einbauerklärung, die wir angefragt haben, keine Bedenken geäußert hatten.

    2. Bisher haben wir keine Probleme. Allerdings sollten wir auch erwähnen, dass unser Kastenwagen über zwei Aufbaubatterien und zwei Solarmodule verfügt. Seit dem wir den Wechselrichter haben, hängen wir nicht mehr am Landstrom… Bisher zumindest….

  2. Hallo wir haben es schon immer so gemacht,beim Zelten im VW Bus und nun im Clebration.Filterkaffee, die Milch zuerst in die Thermoskanne und dann mit viel kochendem Wasser über das Kaffeepulver schütten.Das Wasser muss auf dem Herd weiterkochen.Hat im Winter noch den Vorteil das es schneller warm wird.Fertig dauert haben ja ein Womo hat nimmt man sich Zeit und braucht auch keinen Wechselrichter.Lg Schorsch

    1. Lieber Georg, jeder, wie er mag! Wir mögen einfach keinen Filterkaffee. Dazu kommt, dass bei uns einer seinen Kaffee schwarz, der andere mit Milch bevorzugt. Und Espresso aus dem Kaffeefilter… Das klappt einfach nicht 😉

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