Vorfrühling im Schwarzwald mit dem Wohnmobil

Vorfrühling im Schwarzwald mit dem Wohnmobil

1. März 2019 0 Von Frauke von Clever unterwegs

Schönes Wetter Mitte Februar, da können wir nicht still zu Hause sitzen. Also haben wir DizZy aufgetaut und uns auf in den Schwarzwald gemacht. Wenn du Fachwerk, Natur, Wein und Brände magst, ist der Schwarzwald mit dem Wohnmobil genau das Richtige.

Schon am Freitag Vormittag ging es los und das war auch gut so. Denn leider ist die A5 in Richtung Süden freitags kein Zuckerschlecken. So waren wir schon zur Mittagszeit auf dem Wohnmobilstellplatz in Gengenbach angekommen. Der ist für eine Stadtbesichtigung ideal gelegen. Du findest ihn ganz einfach mit der App von Promobil.

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Schwarzwald mit dem Wohnmobil – Tipp: Gengenbach

Direkt an der Kinzig (die man leider wegen eines Deiches nicht sehen kann) und in zehn Minuten ist man zu Fuß in der Stadt. In fünf Minuten erreicht man einen Supermarkt mit Bäckerei, auch das sehr angenehm. Die Hauptstraße führt zwar direkt vorbei, aber das ist wirklich nur für sehr feine Ohren ein Problem. Wir sind sehr lärmempfindlich und uns hat es nicht gestört. Weil wir so neugierig auf die Stadt waren, haben wir ganz vergessen, den Platz zu fotografieren.

Warum Gengenbach? Wegen der absolut sehenswerten Altstadt. Viel Fachwerk, einfach Schwarzwaldidylle. Da wird das Wochenende im Schwarzwald mit dem Wohnmobil sofort zum Genuss. Klar, der Ort ist eine touristische Hochburg. Das sieht man an dem riesigen Angebot an Cafés, Kneipen und Restaurants. Wir vermuten, dass es hier im Sommer richtig voll ist. Jetzt im Februar war es aber sehr angenehm. An einem geschützten Plätzchen konnte man mittags auch in der Sonne sitzen.

Marktplatz in GengenbachNiggelturm in GengenbachObertorturm in GengenbachGasse in Gengenbach

Abends war es frisch. Na klar, es war ja auch Februar. Die Heizung in unserem DizZy hat uns aber schön warm gehalten. Unser Abendessen haben wir in einem wirklich empfehlenswerten Restaurant eingenommen: Im Frei Gengenbach. Das Essen war nicht nur sehr lecker und sah toll aus, auch der Service hat gepasst. Es gibt aber sicher noch eine ganze Reihe anderer Restaurants, die wir an einem Tag natürlich nicht alle testen konnten.

Von Gengenbach nach Sasbachwalden

Am Samstagmorgen ging es weiter nach Sasbachwalden. Das war eine gute halbe Stunde Fahrt. Der Wohnmobilstellplatz an der Winzergenossenschaft “Alde Gott” hat alles, was so ein Platz braucht. Ruhige Lage, Ver- und Entsorgung und sogar einen Container mit Toiletten.

Besonders schön ist, dass man die hervorragenden Weine der Sasbachwaldener Winzer direkt nebenan testen kann. Das war unsere erste Anlaufstelle. Die freundlichen Damen haben uns vollendet beraten, sodass wir nicht ohne eine Kiste Wein den Laden verlassen konnten. Die verstauten wir, schnürten unsere Wanderschuhe und machten uns auf den Weg.

Bei herrlichem Wetter ging es los. Man sollte schon etwas fit sein, wenn man die Schwarzwaldhöhen erklimmen möchte. Es lohnt sich aber. Denn von den Höhen rund um Sasbachwalden haben wir herrliche Ausblicke bis ins Rheintal genossen. Dass wir im Februar teilweise nur mit T-Shirt unterwegs waren, war nicht nur dem Aufstieg, sondern auch dem Sonnenschein geschuldet.

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Einen Wermutstropfen gab es allerdings: so früh im Jahr sollte man seine Verpflegung dabei haben. Darauf waren wir leider nicht vorbereitet. Wir hatten auf einen Gasthof gehofft. So blieben wir hungrig und unsere Wanderung wurde etwas kürzer als geplant.

Schnapsbrunnen? Was ist das denn?

Flüssige Nahrung dagegen stellt rund um Sasbachwalden kein Problem dar. Hier gibt es die so genannten Schnapsbrunnen. Ein Brunnen, an dem Gläser und eine ganze Reihe verschiedener Obstwässer bereitstehen. Gegen eine kleine Spende darf sich der Wanderer bedienen. Das sorgte bei uns für lustige Stimmung! In Sasbachwalden gibt es zwei solcher ausgeschilderter Wanderungen.

Aussicht auf SasbachwaldenAussicht ins RheintalDer Alde Gott lebt noch!Mit dem Wohnmobil im Schwarzwald: SasbachwaldenStart zur Wanderung in Sasbachwalden

Zu viel davon wollten wir uns definitv nicht genehmigen. Unser Mägen schrieen nach anderen Dingen. Zurück in Sasbachwalden kehrten wir auf der Terrasse des griechischen Gastwirtes ein. Da gab es zwar keine badische Kost. Aber jede Menge Sonnenschein. Nach dem Essen am frühen Nachmittag wurde es schnell frisch, sodass wir gestärkt, aber auch ein bisschen fröstelnd die schützende Umgebung unseres DizZy aufsuchten.

Der Sonntagmorgen begann mit einem ganz anderen Highlight: ein speziell geformtes Hefeteilchen. Die “Hefemaske” hatten wir so noch nicht gesehen. Nach einem Spaziergang durch die Weinberge traten wir ein bisschen traurig die Heimfahrt an. Wir wären gern noch länger geblieben.

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