Oh Mosel so blau… 7 Tipps für Mosel-Trips

Oh Mosel so blau… 7 Tipps für Mosel-Trips

2. September 2021 0 Von Frauke von Clever unterwegs

Wir wohnen in der Nähe von Limburg an der Lahn. Deshalb ist für uns die Mosel ein tolles Wochenend-Ziel. Egal ob für einen ganze Urlaub oder nur für ein Wochenende, an der Mosel ist es mit Wohnmobil, Kastenwagen oder überhaupt zum Camping ideal. Hier kommen 7 Tipps für den Trip an die Mosel.

1. Reservieren

Vorab: hier im Moseltal brauchst du normalerweise keine Reservierung, wenn du spontan nach einem Stellplatz suchst. Eigentlich hat jeder Ort mindestens einen Wohnmobil-Stellplatz, oft sogar mehr als einen. Die Campingplätze kommen noch dazu.

Na klar, an verlängerten Wochenenden und bei schönem Wetter kann es mal voll werden. Deshalb muss aber keiner nach Hause fahren. Vielleicht gibt es dann nicht mehr den begehrten Platz am Wasser. Aber für eine Nacht hast du normalerweise keine Probleme. Wenn du also an dem von dir gewählten Ort keinen Stellplatz mehr findest, fahr einfach ein Stückchen weiter. Du findest garantiert was. Deswegen geben wir hier bewusst keine speziellen Tipps für die Mosel.

2. Essengehen

An der Mosel gibt es in jedem noch so kleinen Örtchen mindestens eine Möglichkeit zum Einkehren, meistens mehr als das. Das Spektrum reicht vom einfachen Imbiss bis zum richtig schicken Restaurant. Viele Winzer bieten ihre Weine zusammen mit kleinen Snacks an, oft sind die kleinen Snacks gar nicht mal so klein. Klar ist, dass der eine oder andere Schoppen dann auch dazugehört. Du kannst natürlich selber kochen. Aber: du hast doch Urlaub!

3. Wein probieren und kaufen

Du kannst hier nicht alles probieren. Einfach, weil es nicht geht. Zu vielfältig ist das Angebot. Vielleicht bekommst du einen Tipp von Freunden, welcher Wein ihnen geschmeckt hat. Vielleicht gefällt dir einfach nur das Flaschen-Etikett oder du warst im Weinberg unterwegs und die Lage hat dir zugesagt. Du kannst bei den meisten Winzern einfach klingeln und fragen, ob du etwas probieren darfst. Die wenigsten Kunden gehen am Ende ohne eine Kiste Wein… Wein-Tipps für die Mosel geben ist fast unmöglich. Und deinen Geschmack kennen wir ja auch nicht.

4. Wandern

Wandern an der Mosel ist immer eine gute Idee. Am besten geht das im Frühjahr oder Herbst. Im Sommer ist es unten im Tal oft sehr heiß, weil es einfach sehr geschützt ist. Dann kannst du vielleicht in einem Seitental unterwegs sein oder ausweichen auf die Höhen von Eifel und Hunsrück. Da ist es gleich ein paar Grad kühler.

Der Moselsteig ist ein anspruchsvoller und wunderschöner Wanderweg, der sich lohnt. Wer nur einen Spaziergang machen will, wird in vielen Orten eine schöne Uferpromenade für ein paar Schritte zwischendurch finden. Oder er schlendert einfach durch einen der vielen malerischen Orte… Möglichkeiten gibt es genug.

5. Radfahren

Hier gilt in etwa das, was bei Wandern schon steht. Die gesamte Mosel wird – oft an beiden Ufern – von Radwegen gesäumt. Manchmal geht es am Straßenrand entlang, oft auf Uferwegen, die man nur mit Fußgängern teilt. Das macht einfach Spaß. Hier unten braucht man kein E-Bike, das geht prima mit jeden Fahrrad und auch mit Kindern oder Anhängern.

Wer es sportlicher mag, wird eine Vielzahl von Wegen mitten durch die Weinberge und zum Teil mit toller Aussicht finden. Und wer nicht ganz so sportlich ist, hat vielleicht ein E-Bike am Start, mit dem die Ausflüge in die Höhe keine große Hürde mehr sind. Mosel und Radfahren, das gehört einfach zusammen. Ein besonders großer Spaß ist übrigens der Maare-Mosel-Radweg.

6. Paddeln

Die Mosel ist zwar kein klassischer Paddelfluss. Aber eine kleine Tour lässt sich fast überall realisieren, wenn du ein eigenes Boot hast. Und wenn du keins hast, dann gibt es an einigen Orten Mietstationen, zum Beispiel in Ernst, Ediger-Eller, Reil oder Zell. Dort wird man dir auch Tipps rund ums Kanu geben.

Ein bisschen aufpassen muss man schon beim Paddeln, denn die Mosel ist Bundeswasserstraße, sodass hier auch einige große Schiffe unterwegs sind. Die Bugwellen muss man zu nehmen wissen. Die Kanuverleiher organisieren auch in der Regel den Rücktransport der Boote. Menschen können mit Zug oder Bus wieder an ihren Ausgangsort zurückfahren.

7. Besichtigen

Das Moseltal ist Kulturlandschaft. Schon die Römer wussten die geschützte Lage im Tal zu schätzen. Nicht umsonst findet sich an der Mosel Deutschlands älteste Stadt Trier. Es gibt überall etwas zu sehen, seien es die zahlreichen Burgen und Schlösser, die romantischen Orte mit viel Fachwerk oder skurrile Dinge wie der Bundesbank-Bunker in Cochem.

Genießen!

Du siehst: an der Mosel ist es mit dem Wohnmobil einfach schön. Die Gemeinden haben sich auf den Camping-Tourismus gut eingestellt und Camper sind eigentlich überall willkommen. Fahr einfach los! Es wird dir gefallen.