Mehr Schlafkomfort im Kastenwagen: mit Tellerfedern

Mehr Schlafkomfort im Kastenwagen: mit Tellerfedern

1. Juli 2022 0 Von Frauke von Clever unterwegs

Wer einen Clever fährt, weiß: die Matratzen sind steinhart. Manch einem kommt das entgegen. Wer aber lieber auf einer nachgiebigen Matratze liegt, weiß, dass Tellerfedern im Kastenwagen eine gute Sache sind. Wir haben umgerüstet.

Was den Schlafkomfort in unserem Clever Celebration anbelangt, haben wir schon einige Verbesserungen versucht. Die Original-Matratze haben wir von Anfang an nicht „pur“ genutzt. Schon vom Start an waren wir mit einem Topper unterwegs. Danach haben wir auf eine Kaltschaummatratze umgestellt. Beide Maßnahmen haben schon Verbesserungen gebracht. So richtig zufrieden jedoch waren wir immer noch nicht. (die ganze Geschichte findest du hier)

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Tellerfedern im Kastenwagen: ist das schwierig?

Die Kaltschaummatratze war schon nicht übel, aber mit dem Lattenrost darunter waren wir auch nicht so richtig glücklich. Wir wussten aber, dass Tellerfedern im Kastenwagen von vielen anderen genutzt werden. Ihr müsst dazu wissen, dass in unserem Clever Celebration nur in der Mitte ein Lattenrost eingebaut ist. Am Kopf- und Fußende liegt die Matratze jeweils auf dem Gaskasten beziehungsweise dem umbauten Wassertank. Die einfachste Lösung wäre es gewesen, die Tellerfedern in unserem Kastenwagen einfach über die ganze Breite der Liegefläche zu verlegen. Das Problem dabei: die Matratze liegt dann ungefähr vier Zentimeter höher. Da unsere Kaltschaummatratze ohnehin schon höher ist als die original von Clever verwendete, wäre der Raum zwischen Liegefläche und Oberschrank noch weiter geschrumpft.

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Lieber ohne Lattenrost

Also haben wir uns dazu entschieden, uns von unserem Lattenrost zu trennen und ihn durch einfaches Schichtholz zu ersetzen. Das Problem dabei: die Platte darf nur maximal 12 Millimeter dick sein. Zusammen mit den Tellerfedern (von Froli* oder dem Berger System Sentina*) ist diese Konstruktion dann genauso hoch wie sonst der Lattenrost. Der Vorteil gegenüber der originalen Lösung ist, dass die Tellerfedern viel punktueller nachgeben.

  • So sieht unser Bett jetzt von hinten aus
  • Tellerfedern unterer Bereich
  • Tellerfedern im Schulterbereich
  • Unterbau aus Tellerfedern vom "Wohnraum" aus gesehen
  • Schichtholzplatten mit Verstärkung durch Latten
  • Tellerfedern im Kastenwagen

Im Clever Celebration hat man bei dieser Lösung aber nur dann einen Nutzen, wenn man mit dem Kopf auf der Beifahrerseite schläft. Der Kasten des Wassertanks, auf dem dann der Kopf Platz findet, ist so breit, dass bei dieser Lösung die Schulter genau auf der obersten Tellerfeder-Reihe liegt. Ihr seht schon: Tellerfedern im Kastenwagen erfordern etwas Vorplanung. Zuerst hatten wir gedacht, wir müssen nur den Lattenrost durch Holzplatten ersetzen. Aber so einfach war es dann doch nicht…

Schichtholz ist biegsam

Denn obwohl wir keine Schwergewichte sind, sind die 12 Millimeter Schichtholzplatten etwas zu schwach auf der Brust. Sie bogen sich von Anfang an durch. Das wollten wir nicht, denn dann hätten sie sich auf Dauer verzogen, eine Kuhle wäre die Folge gewesen. So haben wir die Platten von unten mit einfachen Latten verstärkt, die wir nur verschraubt haben. Die bestehenden Auflagen für den Lattenrost nutzen wir weiter. Die Lösung heißt für uns: drei Schichtholzplatten mit darunter geschraubten Latten und darauf die Tellerfedern.

Warum drei Platten? Wir wollten eine flexible und handliche Lösung, die wir auch gut verstauen können. Und weil wir gleich beim dreiteiligen Ansatz waren, haben wir bei dieser Gelegenheit die Matratze ebenfalls in drei Teile geteilt. Das geht ganz einfach mit dem Brotmesser. Du kannst dir auch von einem Spezialisten eine exakt auf dich zugeschnittene Matratze herstellen lassen. Das kostet aber wesentlich mehr. Der Matratzenbezug ist jetzt in der dreiteiligen Variante überflüssig. Stattdessen setzen wir auf eine einfach Matratzenauflage, die wir ausschließlich aus hygienischen Gründen unter dem Bettlaken verwenden. Nur Laken auf Schaumstoff wäre auch gegangen.

Wir können jetzt genau wie bei der originalen Lösung mit dem Lattenrost schnell und unkompliziert das Bett zur Seite räumen und den Laderaum bei Bedarf bis unter die Decke nutzen (was wir zugegebenermaßen noch nie gemacht haben). Dass die Matratze jetzt dreiteilig ist, spüren wir übrigens beim Liegen nicht. Mit dem Schlafkomfort sind wir jetzt jedenfalls sehr zufrieden.

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