Santa Pola und Alicante – die Leichtigkeit des Seins

Santa Pola und Alicante – die Leichtigkeit des Seins

30. Dezember 2019 0 Von Frauke von Clever unterwegs

Von Yecla zurück an die Küste, ein Tag mit Radeln in Santa Pola und schließlich ein Stadtbesuch in Alicante. Langweilig war uns nicht.

Morgens in Yecla: drei Grad! Aber der Tag versprach, sonnig zu werden. Ein zartes Morgenrot färbte die Berge. Uns war nach Radeln. So fuhren wir wieder an die Küste nach Santa Pola. Von unserem Urlaub im vergangenen Jahr wussten wir, dass sich die Gegend für zwei Dinge besonders gut eignet: zum Freistehen und zum Radeln.

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Radeln in Santa Pola

Nach einem kurzen Einkaufsstop im örtlichen Carrefour nahmen wir erstmal ein zweites Frühstück auf der langen Promenade ein. Die Sonne wärmte uns schon ganz gut. Urlaub kann so einfach sein. So erwärmt konnte es weiter gehen in Richtung Santa Pola de l’Est. Sehr schnell fanden wir unterhalb des Leuchtturms einen wunderbar sonnigen Platz direkt am Wasser.

Nachdem die Räder startklar waren, ging es in Richtung Arenals del Sol, ein Ort, den man sich nicht merken muss. Gesichtslose hässliche Bunker direkt an einem zugegebenermaßen sehr schönen Strand. Der Ort… eben ein wenig geschmackvoller Ferienort ohne erkennbaren historischen Kern. Trotz allem war es hier erstaunlich belebt. Für ein Mittagessen von perfekter Qualität war dennoch gesorgt, sodass wir mit vollen Bäuchen etwas langsamer den Rückweg antraten.

Mit Rückenwind

Und als wäre das noch nicht genug gewesen, machten wir uns später am Nachmittag noch in die andere Richtung auf. Auf der vollkommen flachen Promenade ging es mit leichtem Rückenwind an den Hafen von Santa Pola. Hier saßen viele Leute entspannt in Restaurants und Cafés. Ein schönes Bild.

Mit dem Sonnenuntergang kamen wir zurück zu unserem Freistehplatz, wo wir die wunderschönen Farben über dem Meer genießen konnten. Der Tag klang gemächlich aus.

Nebel? Nicht in Alicante

Am nächsten Morgen wollten wir eigentlich einen langen Spaziergang am Strand zwischen Santa Pola und La Marina machen. Aber: eine dicke Nebelwand zog plötzlich über dem Meer auf. Es war mehr als ungemütlich. In dieser Nebelsuppe wollten wir nicht bleiben und änderten unsere Pläne: wir fuhren nach Alicante.

Stadtbummel geht immer. Wir wählten einen Stellplatz nördlich von Alicante, in Playa de San Juan. Dieser Platz ist zwar umzingelt von einer ganzen Reihe von Hochhäusern. Aber dafür liegt er sehr gut für einen Stadtbummel. Die Straßenbahn fährt fast nebenan und auf dem Platz ist für alles gesorgt. In Städten stehen wir nicht so gerne frei, irgendwie fürchten wir uns da mehr als irgendwo in der Pampa.

Alicante – Stadt der Cafés, Kneipen und Restaurants

Außerdem wollten wir sowieso entsorgen und den Wassertank füllen. Da kam uns dieser Platz gerade richtig. Nach dem Einchecken nahmen wir die Bahn nach Alicante. In etwa zwanzig Minuten waren wir im Getümmel. Nach einer Orientierungsphase stellten wir fest: Alicante ist im Prinzip eine einzige Fressmeile. Wo nicht gegessen wird, wird Kaffee, Bier oder sonstwas getrunken. Zudem war Samstag, sodass alle Leute in Wochenendstimmung unterwegs waren.

Ein riesiges Gewusel in schöner Stimmung. Nur schwer zu beschreiben. Enge Gassen mit alten Gebäuden wechseln sich abrupt ab mit modernen Hochhäusern. Alles – natürlich – dominiert von einem Castell hoch über der Stadt. Gesäumt von einer palmenbestandenen Promenade mit farbigem Marmorpflaster. Davor der Yachthafen. Eine Mittelmeerstadt mit viel Charme.

Treiben lassen…

Wir flanierten planlos auf und ab, ließen uns treiben, schauten hier und dort. Am Ende merkten wir: wir hatten ganz den Markt vergessen, den wir eigentlich hatten sehen wollen. Schade, denn inzwischen war der natürlich lange zu. Pflastermüde setzten wir uns am späten Nachmittag wieder in die Bahn in Richtung San Juan. Schon wieder war der Abend kurz, weil wir einfach platt waren…

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