Peloponnes im März mit dem Wohnmobil: unsere Erfahrungen

Peloponnes im März mit dem Wohnmobil: unsere Erfahrungen

9. April 2026 0 Von Frauke von Clever unterwegs

Der Frühling in Deutschland kann wunderschön sein, aber gerade im März sehnt man sich nach dem langen deutschen Winter nach ein bisschen Sonne. Und wo könnte man sie besser genießen als auf der Peloponnes im Süden Griechenlands? Wenn du diese Reise mit deinem Wohnmobil zu dieser Jahreszeit machen willst, solltest du keine falschen Erwartungen haben. Hier kommen unsere Erfahrungen.

Kommen wir zu einem Reisekriterium, das für viele im Zentrum ihrer Überlegungen steht und das wohl in kaum einer Reiseplanung fehlt: das Wetter. Ja, die Peloponnes liegt ziemlich weit im Süden des europäischen Kontinents und ja, es ist hier im Schnitt sehr sonnig. Trotz allem darfst du im Monat März auf der Peloponnes keine Sommertemperaturen erwarten.

Das Wetter auf der Peloponnes im März

Wir haben unsere Reise im März 2026 gemacht und konnten sehr viel Sonnenschein mitnehmen. Fast drei Wochen lang war es ausschließlich sonnig. Die offiziell gemessenen Temperaturen klettern jedoch nur selten über 20 Grad, realistisch sind eher 14 bis 19 Grad. In der Sonne und an einem geschützten Platz ist es dann wirklich angenehm. Diese Beobachtungen gelten aber nur für die Küste. Für Unternehmungen sind diese Temperaturen aus unserer Sicht wirklich angenehm. Nur im T-Shirt ist es aber meistens zu kalt. Ein bisschen Zwiebel-Look ist die beste Möglichkeit, über den Tag zu kommen.

Es gibt auf der Peloponnes viele hohe Berge, die weit über 2000 Meter messen. Du kannst dir also vorstellen, dass es im Hinterland mehr als frisch ist. Die Nachttemperaturen schwanken am Meer zwischen vier und vielleicht 15 Grad. Wenn du mit dem Wohnmobil unterwegs bist, wirst du also ab und zu heizen müssen.

Campingplätze auf der Peloponnes

Es gibt etliche Campingplätze auf der Peloponnes. Einige sind laut Website ganzjährig geöffnet, was auch diverse Reiseführer bestätigen. Die Wahrheit ist aber: März ist hier die absolute Neben-Nebensaison. Und wer seinen Campingplatz nicht öffnen möchte, der macht das einfach nicht. Wir standen vor dem Tor eines angeblich ganzjährig geöffneten Platzes in der Nähe von Kalamata, der war aber dennoch geschlossen. Drinnen konnten wir sogar jemand mit einem Moped fahren sehen. Geöffnet wurde uns trotzdem nicht.

Versorgung und Entsorgung

Wohnmobilstellplätze wie in anderen Ländern gibt es auf der Peloponnes so gut wie gar nicht. Zusammen mit den geschlossenen Campingplätzen bedeutet das für dich, dass du in Sachen Infrastruktur für Camper sehr kreativ sein musst. Die größte Herausforderung im März auf der Peloponnes ist die Entsorgung. Mit unserer Trenntoilette kommen wir ganz gut klar, denn eine Toilette zur Leerung des Urinkanisters gibt es eigentlich überall und auch Müllcontainer stehen an jeder Ecke. Die Entleerung einer Chemietoilette ist aber zu dieser Jahreszeit eine echte Herausforderung.

Grauwasser kann man normalerweise an einer Waschanlage loswerden, das klappt ganz gut. Die gute Nachricht: die Wasserversorgung auf der Peloponnes ist hervorragend. Mit der App Park4Night findest du sehr viele gut zugängliche Wasserstellen, an denen du deinen Frischwasservorrat schnell und unkompliziert wieder auffüllen kannst.

Genug Strom an Bord?

Du siehst: wenn Campingplätze geschlossen und Wohnmobilstellplätze nicht vorhanden sind, ist Autarkie das oberste Gebot. Das fängt bei der Trenntoilette an und geht beim Strom weiter. Du solltest vorher wissen oder testen, wie weit du mit deinem Strom-Setup kommst. Hast du einen Absorber-Kühlschrank und willst ansonsten nur ein bisschen Licht und dein Handy laden? Go for it, Strom sollte kein Problem für dich sein!

Schon mit einem Kompressor-Kühlschrank und einer einzigen 95 Ah AGM-Batterie könnte es – je nach Wetterlage – eng werden. Denn je wärmer es wird, umso mehr Strom braucht dein Kühlschrank… Entsprechende Solarpanels und mindestens zwei 95 Ah AGM-Batterien sind dafür aus unserer Sicht Pflicht. Bevor du dich also auf den Weg auf die Peloponnes im März machst, solltest du genau wissen, wie viel Strom du wirklich brauchst. Es hängt auch viel davon ab, wie viel du fährst. Schließlich wird deine Aufbaubatterie während der Fahrt wieder aufgeladen. Sollte es kalt sein, aufgepasst an alle, die eine Dieselheizung haben: auch hier kann erhöhter Stromverbrauch lauern! Wir haben jedenfalls unser Stromkabel nicht ein einziges Mal ausgepackt. Mit unserer 180 Ah Lithiumbatterie und die 200 Wp Solarpanels waren wir bestens gerüstet.

Ausreichend Gas dabei?

Oben habe ich es schon geschrieben: im März musst du auf der Peloponnes heizen, außer du bist sehr hart im Nehmen. Unser Clever Celebration ist mit zwei elf Kilogramm Gasflaschen ausgerüstet. Wir haben uns dazu entschieden, nur eine deutsche Flasche mitzunehmen und uns in Griechenland schnell eine griechische Flasche geholt. Das geht ohne viel Bürokratie in vielen Läden am Straßenrand. Für den Anschluss brauchst du einen Entnahme-Adapter* für Griechenland, den du einfach aufschrauben kannst. In den vier Wochen, die wir in Griechenland verbracht haben, haben wir fast eine Flasche mit zehn Kilogramm gebraucht. Wir haben fast nur morgens geheizt und ab und zu gekocht. Wenn du eine Dieselheizung hast, wirst du sicher keine Probleme mit Gas haben.

Einkaufen: Lebensmittel

Genau wie in den meisten anderen Ländern gilt: in sehr touristisch geprägten Gegenden sind die Bürgersteige fest hochgeklappt. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass an der Westküste der Peloponnes sehr viel geschlossen war, einfach, weil hier sehr starker Saisonbetrieb herrscht. Außerhalb der Saison kann es also sein, dass nicht alle Läden und schon gar nicht die Restaurants oder Cafés geöffnet sind. Je mehr ein Ort ganzjährig bewohnt ist, umso mehr ist auch los und verfügbar. In der Regel findest du in diesen Orten auch Supermärkte und Bäckereien.

Du wirst also überall dort, wo viele Griechen leben, auch ausreichend Versorgungsmöglichkeiten wie Supermärkte, Märkte und Bäckereien finden. Vor allem der Einkauf auf den lokalen Märkten lohnt sich: hier sind Obst und Gemüse super-frisch und sehr preisgünstig. Du kannst auch bedenkenlos bei Obst- und Gemüsehändlern am Straßenrand einkaufen, auch sie bieten dir Topware!

Peloponnes im März: wunderschön!

Wir haben die Reise auf die Peloponnes im März sehr genossen, denn es herrschten angenehme Temperaturen und es war herrlich entspannend. Vor allem die vielen Blüten an Bäumen und Blumen waren eine Augenweide. Ein weiterer Vorteil: die Besichtigung der antiken Stätten war total stressfrei, denn es war wenig los (außer in Olympia). Sollte allerdings Ostern in den März fallen, kann es natürlich voller sein. Plane deine Reise mit Bedacht, dann wirst du eine wunderschöne Zeit auf der Peloponnes haben!

Klicke, um diesen Beitrag zu bewerten!
Gesamt: 0 Bewertungen, Durchschnitt: 0 Sterne