Gandía: Heimat der Borgia

Gandía: Heimat der Borgia

7. Januar 2020 0 Von Frauke von Clever unterwegs

Wenn ihr in der Nähe seid, solltet euch unbedingt auf den Weg nach Gandía machen. Denn die Stadt hat eine berühmte Sehenswürdigkeit.

Morgens am Hafen von Gandía war es überraschend ruhig. Nachts übrigens auch. So gut ausgeschlafen wollten wir mit dem Fahrrad in die Stadt. Den Borgia-Palast von Gandía wollten wir uns nicht entgehen lassen.

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Mit dem Fahrrad hätte es auf ebener Strecke am Fluss entlang in die Stadt gehen sollen. Hätte. Denn Michas Hinterrad fühlte sich merkwürdig weich an. Aufpumpen brachte kurzfristigen Erfolg, aber nach gut einem Kilometer merkten wir: das Rad ist platt.

Nach Gandía, ohne Fahrrad

Wir hatten weder Flickzeug noch einen Ersatzschlauch dabei. Und weil Silvester war, wollten wir auch nicht zu viel Zeit verlieren auf der Suche danach in Gandía. Denn wir wussten, dass der Palast nur vormittag öffnen würde. Also fuhren wir zurück, luden die Räder wieder auf und fuhren mit DizZy in die Stadt. Das Parken dort erwies sich als lösbare Aufgabe.

Gandía ist eine geschäftige Kleinstadt, in der an diesem nicht sehr warmen Silvester-Morgen einiges los war. Gefüllte Cafés und Leute auf Einkaufstour verliehen der Innenstadt einen äußerst belebten Eindruck. Schnell fanden wir den Palast der Borgia. Ein echter Augenschmaus, den ihr euch nicht entgehen lassen solltet. Wunderschön gestaltete und reich verzierte Räume, eine Terrasse mit Blick in den Innenhof und auf den Fluss. Und: eine Kapelle mit Sternenhimmel. Mit Worten lässt sich das kaum beschreiben. Einfach sehr viel Prunk… Allerdings mit einer frommen Note. Francesco Borgia verbrachte seine Altersjahre hier und wurde Jesuit. Unsere Fotos zeigen euch die Details.

Den Silvester-Abend wollten wir wie im vergangenen Jahr ohne großes Tamtam verbringen. So machten wir uns am frühen Nachmittag wieder auf die Straße, um weiter nach Cullera zu fahren. Wir wollten ein ruhiges Plätzchen am Strand. Das gab es dort zwar auch, die Umgebung allerdings fanden wir nicht sooo spannend. Die Gegend dort strotzt nur vor wirklich gesichts- und geschmacklosen Apartmentbauten, die nicht so unser Fall sind. Trotz allem fanden wir einen schönen Platz am Wasser, an dem wir einen ausgesprochen ruhigen Abend verbrachten. Und den Jahreswechsel verschliefen.

Am Strand von Cullera
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