Espresso mit 12 Volt?

Espresso mit 12 Volt?

23. März 2022 3 Von Frauke von Clever unterwegs

Espresso-Liebhaber sind auch unter den Wohnmobilisten nicht selten. Eine echte Espressomaschine mit 12 Volt ist aber eine Seltenheit. Und: nicht jedes Modell ist von der Handhabung her ein echtes Prunkstück.

Eins vorweg: wir haben derzeit eine Nespresso Maschine im Einsatz. Die macht wirklich sehr guten Espresso. Leider finden wir den Müll, der durch die Kapseln entsteht, nicht wirklich gut. Bisher haben wir aber noch keine wirkliche Alternative gefunden. Diese Maschine hat aber noch ein weiteres Problem: sie funktioniert nur mit 230 Volt. Dafür haben wir einen starken Wechselrichter an Bord, der unsere Batterien ganz schön strapaziert.

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Espressomaschine mit 12 Volt: es gibt Auswahl

Deshalb waren wir auf der Suche nach Alternativen, die sich mit nur 12 Volt begnügen. Eine interessante Espressomaschine mit 12 Volt ist sicher die Handpresso*. Sie funktioniert über den Zigarettenanzünder und macht wirklich guten Espresso. Es gibt sie für verschiedene Kapseln und Pads und sogar eine Variante, die komplett ohne Strom auskommt.

Das Problem an der Handpresso ist nur, dass bei der 12 Volt Variante die Wartezeit zwischen zwei Espressi ziemlich lang ist. Es gibt inzwischen eine ganze Reihe von ähnlichen Espressomaschinen in sehr kompakter Form, die mit dem Zigarettenanzünder ganz gut funktionieren.

Espresso ist Luxus

Jetzt sagt ihr, das sei ein Luxusproblem. Ist es auch. Aber Reisen mit dem Kastenwagen ist ohnehin schon Luxus. Und den genießen wir auch gern zu zweit. Genau wie unseren Kaffee. Deshalb waren wir auf der Suche nach einer echten Espressomaschine mit 12 Volt. Jetzt haben wir sie gefunden. Es ist die Bella Espresso 12 Volt Pad-Maschine.

Mit 12 Volt direkt an die Batterie

Deshalb hat sie auch standardmäßig keinen Zigarettenanzünder-Stecker. Man soll sie direkt an die Batterie anschließen. Bei uns ist die Batterie unter dem Sitz, das macht den Anschluss etwas mühsam. Machbar ist es allerdings. Die Maschine selbst ist mit einer 20 Ampère Sicherung abgesichert.

Wir haben die Bella Crema provisorisch angeschlossen und im Kastenwagen getestet. Und, was soll ich sagen? Der Espresso ist wirklich sehr gut. Die Espressomaschine braucht etwas länger zum Aufheizen. Das wundert nicht, hat sie doch nur knapp 100 Watt Leistung. Das macht aber nichts. Sobald das blaue Licht nicht mehr leuchtet, kann man sich einen wirklich cremigen und auch heißen Espresso einlaufen lassen. Im Video könnt ihr das sehr gut sehen. Leider kann ich den Geschmack dort nicht zeigen….

Läuft mit ESE Pads

Der Vorteil an dieser Art von Geräten ist, dass sie mit den so genannten ESE Pads funktionieren. ESE steht für „Easy Serving Espresso“. Das sind Pads mit einem Durchmesser von etwa 44 Millimeter, die sehr dicht befüllt sind. Erfunden wurden sie von der Kaffeerösterei illy. Viele italienische Röstereien bieten diese Pads an, sodass eigentlich für jeden Geschmack der richtige Kaffee dabei sein sollte.

ESE Pads: Verpackung nicht ideal

Leider sind auch die ESE Pads bisher meistens einzeln in Aluminium oder Plastik verpackt. Allerdings entsteht bei ihrem Einsatz wenigstens gut trennbarer Müll. Das Pad an sich kann problemlos im Biomüll entsorgt werden, die Verpackung geht dann in den gelben Sack und kommt dadurch ins Recycling. Inzwischen gibt es auch ein paar wenige Anbieter, die ESE Pads in größeren Einheiten ohne Einzelverpackung anbieten. Je nach Hersteller und Menge kosten sie etwas halb so viel wie die original Nespresso Kapseln.

Die Bedienung der Maschine ist wirklich ganz einfach. Wasser einfüllen, aufheizen, Pad einlegen, Knopf drücken und genießen. Unser Fazit für diese Art von Espressomaschine: läuft. Der Kaffee schmeckt wirklich gut und auf lange Sicht ist dieses System besser für die Umwelt, auch wenn es noch verbesserungswürdig ist, was die Verpackung anbelangt.

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