Eine neue Matratze für den Clever Celebration

Eine neue Matratze für den Clever Celebration

26. April 2019 1 Von Frauke von Clever unterwegs

Dass die Original-Clever-Matratze nichts für uns ist, war uns von Anfang an klar. Wir hatten schon von vielen anderen Clever-Fahrern gelesen, dass diese Matratze wirklich hart ist. Und auch als wir sie das erste Mal gefühlt haben, wussten wir, dass es dazu Alternativen geben muss. Denn uns war klar: den Schlafkomfort verbessern, muss auf die Dauer sein.

Matratze plus Topper passen gerade so unter das Fenster

Die ursprüngliche Lösung war es, einfach einen Matratzentopper auf die Original-Matratze zu legen. Das war – sagen wir mal – ok. Der Topper kann allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Matratze darunter nur wenig nachgibt. Während unseres dreiwöchigen Spanien-Urlaubs merkten wir, dass eine so lange Zeit mit diesem Liegekomfort nicht akzeptabel ist. Bis dahin waren wir ja nie länger als ein paar Tage unterwegs gewesen.

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Matratze einteilig oder dreiteilig?

Na klar, die dreiteilige Matratze hat Vorteile, wenn man etwas Längeres im Clever transportieren möchte. Man kann sie leicht zusammen mit dem Lattenrost zur Seite klappen. Das haben wir aber in mehr als einem Jahr mit unserem Celebration nicht ein einziges Mal genutzt. Und… selbst wenn: dieser Fall wird wahrscheinlich zu Hause auftreten. Und da können wir vor dem Losfahren ganz einfach die Matratze rausnehmen und dann das Sperrige – was auch immer es sei – hineintun.

So reifte der Entschluss, eine einteilige Kaltschaummatratze anzuschaffen. Das Problem: sie durfte nicht zu dick sein. Schon die Kombination Original-Matratze plus Topper bringt drei kleine Probleme mit sich. Erstens ist das Einsteigen ins Bett schwieriger, denn der Topper bringt fünf Zentimeter mehr Höhe. Und zweitens verdeckt eine zu dicke Matratze plus Kissen das Schiebefenster. Und drittens: je höher man liegt, umso kleiner wird der Abstand zu den oberen Schränken. Die Gefahr steigt, dass man sich den Kopf stößt. Das Projekt neue Matratze wäre damit zwar erledigt. Aber ein neus Problem wäre dann auch da.

Matratze mit mehr Schlafkomfort im Clever Celebration

Die richtig dicken Matratzen schieden also von vornherein aus. Außerdem waren wir nicht sicher, ob eine solche Kaltschaummatratze wirklich das Richtige für uns wäre. Zu Hause schlafen wir nämlich im Wasserbett. Und dagegen ist eigentlich fast jede “Trockenmatratze” ein Brett. Wir wollten also nicht zu viel Geld für diesen ersten Testballon ausgeben. Deshalb fiel unsere Wahl auf eine einfache Matratze mit zwei Härtegraden*.

Matratze tauschen im Clever

Vorteile für uns: wir können die harte und die etwas weichere Seite verwenden und diese Matratze gab es auch im Format 140 x 190 Zentimeter. Das passt fast perfekt ins Clever-Bett. Die Ecken sind zwar etwas gequetscht. Nach einer Woche hat sich die Matratze aber ganz gut an ihr Umgebung angepasst.

Die neue Matratze mit 16 Zentimeter ist in etwa so dick wie die Original-Clever-Matratze zusammen mit dem Topper. So liegen wir nicht höher als vorher. Als sie ankam, war sie übriges erstaunlich klein zusammengefaltet. Zum Glück blieb sie nicht so…

Härtegrade: jeder Mensch ist anders

Ein Wort noch zu Härtegraden und dem persönlichen Empfinden der Härte einer Matratze. Den Härtegrad wählt man ja einerseits nach dem eigenen Gewicht aus. Und natürlich andererseits nach dem eigenen Empfinden. Das hängt auch damit zusammen, wie man schläft (Seite, Rücken, Bauch) und was man so gewöhnt ist. Wirklich empfehlen kann man deshalb nichts. Jeder muss für sich selbst herausfinden, welche Matratze die richtige für ihn ist.

Kaltschaummatratze vor dem Auspacken

Viele Leute schwören ja auf die Tellerfedern, zum Beispiel von Froli. Es ist ja nur so, dass die nur das abfedern können, was die Matratze vorgibt. Wenn schon die Matratze nicht nachgibt, kann auch eine Tellerfeder nicht viel ausrichten. Wer weiß, vielleicht rüsten wir am Ende noch so ein Froli-System nach aktuell aber bleibt es erstmal so.

Wasserkissen verbessern den Liegekomfort zusätzlich zur Matratze

Erster Test der neuen Matratze war auf unserem fünftägigen Trip nach Holland. Das hieß schon mal fünf Nächte mit der neuen Matratze. Und die waren überraschend gut. Eine gute Ergänzung zu unserer neuen Matratze im Kastenwagen sind übrigens unsere Wasserkissen*.

Die Wasserkissen machen unseren Clever Celebration zwar etwas schwerer. Man kann maximal 3 Liter Wasser einfüllen. Dafür aber lassen sie sich in der Höhe und auch in der Härte ganz einfach durch Wasser regulieren. Das verbessert den Liegekomfort noch weiter.

Dazu kommt für uns, dass auf diese Weise der Umstieg vom Wasserbett etwas weniger drastisch ist. Und mit drei Litern sind die Kissen für uns ohnehin viel zu straff gefüllt. Bei uns sind jeweils zwischen ein und zwei Litern drin.

Matratze mit dem Messer anpassen

Übrigens: diese Matratzen kann man prima an das eigene Bett anpassen, denn nicht in allen Kastenwagen sind die Betten ja wirklich rechteckig. Bei unserem Clever Celebration sind nur die Ecken ganz hinten etwas abgeschrägt. Viele andere haben ja eine Matratze, die oben etwas breiter ist als am Fußende.

Die Matratze lässt sich einfach mit einem scharfen Messer zuschneiden. Auch ein Elektromesser kann gute Dienste leisten. Wen es dann stört, dass der Bezug nicht mehr passt, kann ihn ein bisschen abnähen oder einfach nach unten einschlagen. Das stört normalerweise nicht und sitzt sehr fest.

Matratzen gibt es auch beim Spezialisten

Natürlich könnt ihr eure neue Matratze auch bei einem speziellen Matratzen-Ausstatter absolut passend für euer Wohnmobil oder euren Kastenwagen machen lassen. Das kostet aber wesentlich mehr. Ob ihr dadurch einen besseren Schlafkomfort erhaltet, kann ich nicht beurteilen. Auf jeden Fall ist ja das Schlafempfinden bei jedem anders. Von daher sind alle Empfehlungen für neue Matratzen immer mit Vorsicht zu genießen.

Was habt ihr gemacht, um den Schlafkomfort in eurem Wohnmobil oder zu verbessern? Oder seid ihr mit euer Original-Matratze zufrieden?

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