Einbruchschutz im Kastenwagen: braucht man das?

Einbruchschutz im Kastenwagen: braucht man das?

8. November 2019 0 Von Frauke von Clever unterwegs

Man hört ja viel über gestohlene oder aufgebrochene Wohnmobile. Auch wenn wir persönlich bisher niemanden kennen, der schlechte Erfahrungen gemacht hat: dass nachts ein Einbrecher vor dem Bett stehen könnte, ist wohl die schlimmste Vorstellung, die man haben kann. Deshalb haben wir kürzlich unseren Einbruchschutz optimiert.

Den perfekten Einbruchschutz gibt es gar nicht

Wir wissen, dass es den perfekten Einbruchschutz sowieso nicht gibt. Wir wollen hier auch keine Panik verbreiten. Aber wir wissen auch, wie leicht man in ein Wohnmobil oder in einen Kastenwagen hineinkommt, wenn man es wirklich will und genügend kriminelle Energie hat.

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Natürlich ist es ärgerlich, wenn Dinge aus dem abgestellten Fahrzeug geklaut werden. Aber: dafür gibt es eine Versicherung. Richtig schlimm wird es dann, wenn es um Leib und Leben geht. Die viel zitierten Gas-Überfälle halten wir für Märchen. Wir wissen aber auch, wie leicht es ist, einen Fiat Ducato oder Citroën Jumper zu knacken.

Ducato / Jumper: schnell geklaut

Versierte Diebe schaffen es in wenigen Sekunden mit einem Schraubenzieher. Und schon ist der unliebsame Gast drin. Wenn dann noch Portmonnaie, Handy und andere wertvolle Dinge im vorderen Teil des Fahrzeugs rumliegen, ist es für den Dieb besonders angenehm. Wer hinten ruhig im Bett schläft, hat am Morgen buchstäblich ein böses Erwachen.

Weil wir genau dies vermeiden wollen, haben wir uns Gedanken darüber gemacht, wie wir das Schlimmste verhindern können. Die Lösung heißt: zusätzlicher Schutz für Fahrer- und Beifahrertür, Hecktürsicherung sowie ein Besenstiel. Besenstiel? Ja. Dazu später mehr. Für uns ist das ein ausreichender Einbruchschutz. Die Firma Womo Tuning bietet alles, was man dafür braucht.

Ganz einfach: Kette vorlegen

Den Einbruchschutz für Fahrer- und Beifahrertür könnt ihr euch ähnlich vorstellen wie eine Kette an der Wohnungstür. Eine stabile Öse wird an einer ohnehin vorhandenen Schraube an der jeweiligen Tür angebracht. In diese Öse wird per Karabiner eine kleine Kette eingehängt.

Am anderen Ende ist ein stabiler Haken, der einfach über die untere Befestigung des Sicherheitsgurtes gelegt wird. Das ist eine einfache Lösung, die das Öffnen der Türen wirksam verhindert. Die eingehängte Kette kann übrigens an ihrem Platz bleiben. Nur der Haken muss von seinem Platz an der Sicherheitsgurt-Befestigung gelöst werden. Die Kette verschwindet dann einfach in der Türablage.

  • Schraube Einbruchschutz Beifahrertür
  • Öse für Karabiner
  • gesicherte Beifahrertür

Wir hatten zuvor die beiden Türgriffe mit einem Stahlseil verbunden. Auch auf diese Art konnte niemand ohne weiteres Fahrer- und Beifahrertür öffnen. Aber das Anbringen des Stahlseils war etwas mühsam und man konnte auch nicht mehr bequem auf den Vordersitzen Platz nehmen, wenn diese Sicherheitsmaßnahme in Betrieb war. Zwar eine gute Einbruchsicherung, aber eben etwas umständlich. Unser neuer Einbruchschutz von Womo Tuning dagegen ist praktisch und war auch sehr leicht zu installieren.

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Hecktür hat auch einen Einbruchschutz

Von der selben Firma haben wir auch eine Sicherung für die Hecktür. Sie war ebenfalls schnell angebracht. Vor allem mussten dafür keine Löcher gebohrt oder sonst irgendwelche Änderungen am Fahrzeug vorgenommen werden. Sie ist einfach mit den bereits bestehenden Schrauben befestigt. Zwei Winkel jeweils links und rechts an der Hecktür werden zur Sicherung mit einem kleinen Splint verbunden. Die Tür lässt sich von außen nicht mehr öffnen.

  • Hecktür ungesichert
  • Hecktür mit Einbruchschutz
  • Hecktür verriegelt

Die Sache mit dem Besenstiel

Kommen wir nun zur Schiebetür. Sie zu sichern, reicht ein Besenstiel, zumindest, solange man selbst im Fahrzeug ist. Ein einfacher, aber effektiver Einbruchschutz. Unser Besenstiel ist an den Enden ein wenig abgeschrägt. Wir klemmen ihn nur zwischen den Gummipuffer an der linken Innenseite und den unteren Küchenschrank. Es wird dadurch unmöglich, die Schiebetür von außen zu öffnen.

  • So sieht unser Besenstiel für die Schiebetür aus
  • Eingeklemmter Besenstiel

Ihr seht, der Einbruchschutz im Kastenwagen ist nicht besonders kompliziert. Na klar, wer viel kriminelle Energie hat, wird vermutlich in unseren Clever einbrechen können. Für uns war entscheidend, dass wir ein sicheres Gefühl haben, wenn wir nachts schlafen. Denn der eindringende Dieb will ja in der Regel nicht das ganze Fahrzeug klauen, sondern hat es eher auf Wertsachen abgesehen. Dass die nicht offen rumliegen sollten, versteht sich von selbst.

DizZy ist zu Hause sicher

Bei uns zu Hause ist es übrigens ziemlich ausgeschlossen, dass jemand den Clever Celebration klaut. Wir wohnen am Ende einer extrem engen Sackgasse. Das Hinein- und Hinausfahren ist hier fast nur mit Einweisen möglich. Wachsame Nachbarn haben wir auch. Unser Schlafzimmerfenster liegt direkt über unserem DizZy. Ihr seht also, der ist immer gut aufgehoben.

Wir wissen, dass es bei Laternenparkern in manchen Städten ganz anders aussieht als hier bei uns in der Kleinstadt. Da braucht es eine Alarmanlage, eine Lenkradkralle und was nicht sonst noch alles. Immer wieder liest man von perfekt gesicherten Wohnmobilen und Kastenwagen, die dennoch gestohlen werden. Die echten Profis und organisierten Banden werden wahrscheinlich über unseren Einbruchschutz lächeln. Gegen die ist aber nach unserer Meinung fast kein Kraut gewachsen.

Wie sichert ihr euren Kastenwagen? Habt ihr einen tollen Trick? Wir sind gespannt auf eure Kommentare!

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