Der spanische Winter kann beginnen! In Blanes!

12. Dezember 2021 2 Von Frauke von Clever unterwegs

Unser dritter Winter in Spanien beginnt. Nachdem die Corona-Pandemie uns im vergangenen Winter zu Hause gehalten hat, können wir dieses Jahr in den Süden starten. Wir haben drei Wochen für eine Auszeit in der Sonne.

Wir starten am Freitag, den 10.12. an der Lahn. Und auch wenn in Luxemburg dichtes Schneetreiben herrscht, wir kommen richtig gut voran. So gut, dass wir gegen 18 Uhr schon in Saint-Prim südlich von Lyon ankommen. Dort gibt es einen kostenlosen kommunalen Wohnmobilstellplatz direkt neben der Kirche, der absolut empfehlenswert ist.

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Übernachtung in Frankreich

Das Dorf dagegen ist… eben ein Dorf. Es gibt ein Bistro und sonst nicht viel. Für eine entspannte Übernachtung mit dem Wohnmobil ist es hier wirklich gut. Morgens starten wir früh zu einem Bäcker in der Gegend, wo wir uns mit französischen Backwaren eindecken und direkt vor der Tür unser Frühstück machen. Schnell geht es weiter, denn: wir haben leider unser gestreiftes Schild für den Fahrradträger vergessen. Das Ding braucht man in Spanien und wir fürchten uns vor der Strafe.

Ich kann sagen: in französischen Super- und Baumärkten gibt es dieses Ding leider nicht zu kaufen. Wir haben einige davon angesteuert, obwohl wir dazu wirklich keine Lust hatten. Alles endete damit, dass wir ohne das Ding die spanische Grenze wie immer in La Jonquera überquerten. Auch an der Tankstelle, an der wir hier hielten, gab es so etwas nicht.

Camping in Blanes

Egal. Wir steuerten sofort Blanes an, wo wir auf dem Camping Sabanell einen passablen Platz mit Meerblick bekamen. Der Gärtner wies uns den Weg, die Rezeption sei erst morgen früh wieder besetzt. Was für uns wichtig war: Sonne aus allen Knopflöchern, sodass wir fast sofort an die Strandpromenade starteten.

Samstags ist hier auch im Winter einiges los. Anders als viele andere Orte an der Costa Brava wohnen hier auch viele Leute, sodass der Ort wirklich belebt ist, am Wochenende erst recht. Spaziergänger und entspannte Touristen bevölkerten die Promenade, den Strand und die Lokale. Eine angenehme Stimmung. Und wir mittendrin.

Blanes: absolut sehenswert und angenehm im Winter

Aber nicht nur am Wasser ist Blanes sehenswert. Auch die quirlige Stadt mit vielen schönen Geschäften und einige Jugendstilbauten lohnt den Besuch. Wir schlenderten durch die belebten Gassen und waren einfach nur froh, dem deutschen Winter entflohen zu sein.

Na klar, bei fünfzehn Grad braucht man hier natürlich eine Jacke, aber gegen den deutschen Frot fühlten wir uns schon richtig gut. Das führte auch dazu, dass wir am Sonntagmorgen nach einer ruhigen Nacht und einem leckeren Frühstück sofort auf unsere E-Bikes stiegen, um das Touristen-Eldorado Lloret de Mar zu erobern.

Lloret de Mar? Warum nicht?

Und… was soll ich sagen? Im Winter kann man es sogar in Lloret de Mar aushalten, vor allem am Sonntag. Viele Einheimische sind hier im Sonnenschein unterwegs und machen das, was die Spanier eben am Sonntag gern machen: mittags mit der Familie essen gehen. Genau wie wir. Bei angenehmen Temperaturen genießen wir die Aussicht auf das Wasser und das Treiben von Hunde-Gängern und anderen Spazierengehern.

Von Partygängern und Jungvolk ist hier zu dieser Jahreszeit nichts zu sehen. Alles ist gemächlich, aber dennoch nicht ausgestorben. Das Meer blau, die Pinien grün, die Sonne lacht. Für uns ein perfekter Start in den Urlaub.

Schöne Landschaft rund um Blanes

Auch der Rückweg mit dem Fahrrad vorbei an toll gelegenen Villen und immer wieder mit Ausblicken auf das fast schon kitschig blaue Meer hat richtig Spaß gemacht. Froh über unsere E-Bikes waren wir trotzdem, denn es geht zwischen den einzelnen Buchten ganz schön auf und ab. Per E-Bike war dieser Ausflug aber ein Kinderspiel.

Zurück auf dem Camping machten wir uns noch einen Kaffee, den wir aber am Rande der Promenade einnahmen. Denn was diesen Campingplatz im Sommer angenehm macht, stört jetzt im Winter gewaltig: die Bäume. Denn schon gegen halb vier am Nachmittag ist es im Schatten eben…. schattig.

Ein kleiner Spaziergang kurz vor der Dämmerung musste auch noch sein. Wie immer zu dieser Jahreszeit sind die Tage kurz und die Abende und Spätnachmittage im Camper lang. Wohl dem, der eine Heizung an Bord hat…

Während ich dies hier schreibe, höre ich das Meer draußen rauschen und freue mich schon auf morgen. Da geht es weiter… Richtung Süden!

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