Der Jadebusen, ein Super-Ziel fürs Wochenende

Der Jadebusen, ein Super-Ziel fürs Wochenende

22. September 2019 0 Von Frauke von Clever unterwegs

Jadebusen? Das habt ihr bestimmt schon mal gehört. Aber… wo ist der eigentlich? Das ist eine große Nordseebucht, an der Wilhelmshaven liegt. Aber nicht nur. Einige kleinere sympathische Küstenorte laden zum Verweilen ein. Zum Beispiel Dangast.

Obwohl ich selbst in nicht einmal 100 Kilometer Entfernung meine Jugend verbracht habe, war ich hier noch nie. Das wollten wir ändern. Also nutzten wir ein Wochenende im Sommer für eine Erkundungstour. Der Jadebusen ist die perfekte Umgebung für all diejenigen, die viel Ruhe suchen. Denn der Bär steppt sicher anderswo.

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Jadebusen: wenig Tourismus, viel Landschaft

Hier gehen die Uhren etwas langsamer. Auch wenn es durchaus Tourismus gibt, so ist es in Tossens, Varel und Dangast doch eine sehr gemächliche und eher zurückhaltende Art davon. Für alle, die hierher mit dem Wohnmobil kommen wollen, heißt die gute Nachricht: ihr habt gute Chancen, noch den einen oder anderen guten Platz zu ergattern, egal ob frei stehend oder auf dem Camping- oder Stellplatz.

Wir wählten für unseren Kurzbesuch einen zugegebenermaßen sehr zugigen Parkplatz am kleinen Hafen Eckwarder direkt am Jadebusen. Im Winter ist es hier sicher gefährlich. Und auch im Sommer kann ein Kastenwagen ganz schön ins Schaukeln kommen. Das ist aber in der Regel auch das Einzige, was einen hier am Schlafen hindert.

Wasser und Wind im Überfluss

Komfort dürft ihr allerdings hier nicht erwarten. Und auch keine Gastronomie. Wer gern läuft oder mit dem Fahrrad fährt, kann in der Umgebung das eine oder andere Gasthaus mit ordentlichem Angebot finden. Wir haben einen wunderschönen Spaziergang von hier aus in Richtung Tossens gemacht. Dort gibt es einen kleinen Strand, der für Kinder extrem geeignet ist. Das Wetter war allerdings eher frisch, sodass an diesem Tag das Baden ausfiel.

Wie überall an der deutschen Nordseeküste ist es hier ein wenig rauh und auch einsam. Es kann sein, dass man fast niemandem begegnet außer ein paar Schafen. Und genau das macht die Gegend hier so herrlich entspannend. Gut beraten ist natürlich, wer einen gefüllten Wohnmobil-Kühlschrank hat. Denn bis zum nächsten Laden kann der Weg schnell weit sein. Und auch per Fahrrad kann der Wind hier am Jadebusen zum größten Hindernis werden.

Vom Wind in die Nacht geschaukelt

Wir genossen die steife Brise, wenn auch drinnen. Draußen war es etwas zu zugig. Das ging wohl auch den anderen so, die hier einen Platz für ihr Wohnmobil oder ihren Kastenwagen gefunden hatten. Nachts wurden wir gut durchgeschüttelt und morgens wartete ein schöner Sonnenaufgang auf uns.

Schon früh brachen wir auf nach Dangast. Und wurden sehr angenehm überrascht. Ein schmucker Ort in schöner Nordsee-Lage. Dass auch noch ein Flohmarkt viele Menschen auf die Beine gebracht hatte, belebte die Lage, auf positive Weise. Wir schlenderten ein wenig und ließen uns treiben.

In Dangast gibt es einen sehr schön am Wasser gelegenen Wohnmobil-Stellplatz. Direkt daneben kann man Fischbrötchen und frischen Fisch kaufen oder ein paar Meter weiter im alten Kurhaus lecker essen. Wir wären am liebsten da geblieben, am schönen Jadebusen.

Leider musste wir schon zur Mittagszeit die Heimreise antreten… Aber sicher ist: der Jadebusen hat uns nicht zum letzten Mal gesehen.

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